Maison Schacht:
Winzer ohne Weinberg
Wir sind Christina und Pek, Profis im Gläser füllen und Gläser leeren, Wein anbauen, Trauben keltern, und über Wein erzählen. Wir sind davon überzeugt, dass nur dann wirklich Gutes entstehen kann, wenn man etwas aus vollem Herzen und mit ganzer Leidenschaft tut, ohne sich dabei selbst allzu ernst zu nehmen.
Wer oder was ist also Maison Schacht?
Ganz einfach: wir sind Winzer ohne eigene Weinberge.
Mit dem Ausruf: „le Schacht est ouvert!“ läutete ein Freund von Pek stets das Wochenende ein. Eines Abends tranken wir zu Hause beim Kochen ein Fläschchen Wein, und wollten gerne ein zweites (oder drittes?), – etwas Gutes mit Trinkfluss, aber nicht anstrengend oder kompliziert. Leider fand Christina im Keller nichts Entsprechendes, kam mit leeren Händen zurück und teilte verzweifelt mit: „Wir haben keinen Schachtwein mehr!“ Im gleichen Winter noch bekamen wir unsere ersten beiden kleinen Weinberge in Württemberg zur Bewirtschaftung: Maison Schacht war geboren.
Nach zwei Jahrgängen in Deutschland folgten zwei weitere in der Schweiz, wo wir in Nidwalden aus der pilzwiderstandsfähigen Rebsorte Souvignier Gris drei Qualitäten an Weisswein und auch Schaumwein produzierten, welcher noch für einige Zeit auf der Hefe schlummern wird.
Der Schachteffekt
Mit jedem Jahrgang verfolgen wir das Ziel, qualitativ hochstehende Weine mit hohem Trinkfluss zu generieren. Mal mit feiner Restsüsse, mal knochentrocken, aber immer mit Schachteffekt: die "rasante Trinkgeschwindigkeit, hervorgerufen durch besonders geringen Trinkwiderstand", steht für unverstellte Lebenslust und die Animation, die am Gaumen entsteht, wenn ein Wein beim Trinken bereits Lust auf den nächsten Schluck macht.
Das Label
Das Etikett stammt aus der Feder von Franz Graf, einem Maler aus Malters und Freund der Familie. Er hat für die Germanns bereits vor 30 Jahren kleine Familienbilder auf Holztäfelchen gemalt, die bis heute einen festen Platz im Haus haben. Solch ein Bild hat Peks Mutter anlässlich unserer Hochzeit bei Franz beauftragt. Die Motive aus diesem Kunstwerk finden sich nun auf dem Etikett wieder, neu angeordnet und um den Schacht erweitert.
Der 2024 Souvignier Gris wurde mit einem anderen Label versehen. Dieses wurde entwickelt, als wir noch glaubten, dass wir im Weingärtli Ennetbürgen unseren Lebenstraum vom sesshaft werden im Weingut mit Beizli verwirklichen könnten. Als sich im Frühjahr 2026 abzeichnete, dass dieser Traum endgültig platzen würde, haben wir uns entschieden, den Jahrgang 2025 und die Reserve 2024 unter unserem eigenen Label zu füllen. Denn nun sind wir wieder das, was Maison Schacht schon immer war: Winzer ohne Weinberg.
